Herzlich willkommen in Fließem!
Schön, dass Sie den Weg auf die Homepage unserer Ortsgemeinde gefunden haben.
Fließem liegt eingebettet in eine reizvolle Wald- und Kulturlandschaft – ideal zum Wandern, Radfahren und Erholen. Die Nähe zur Kreisstadt Bitburg, ein aktives Vereinsleben mit über 15 Vereinen und die ländliche Idylle machen unser Dorf mit rund 700 Einwohnern zu einem lebens- und liebenswerten Ort.
Unsere Gemeinde bietet Familien eine gute Anbindung an Schulen und Kindergärten, attraktive Freizeitmöglichkeiten sowie ein reges Miteinander. Auch wirtschaftlich entwickeln wir uns stetig weiter – im Kommunalen Wirtschaftspark und der RUW, mit zahlreichen guten Arbeitplatzangeboten.
Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und entdecken Sie auf unserer neu gestalteten Seite alles Wissenswerte über Fließem, seine Geschichte, Angebote und Zukunftspläne.
Herzliche Grüße
Anja Esch · Ortsbürgermeisterin
Aktuelles und Veranstaltungen
— in Bearbeitung —
Sehenswertes
Römische Villa Otrang
Dort wo heute die Landesstraße verläuft, dürfte zumindest auf den ersten Kilometern nördlich des Vicus Beda die römische Heerstraße von Metz – Trier – Köln verlaufen sein. Funde von Meilensteinen bestätigen diesen Verlauf.
800 m östlich dieser Römerstraße lag die Römische Villa Otrang.
Man spricht von einer der größten und besterhaltenen römischen Villenanlagen nördlich der Alpen, insbesondere, weil das Herrenhaus, das eine Fläche von 360 qm umspannte, fast ganz frei gelegt werden konnte. Das Herrenhaus setzte sich aus 66 ebenerdig liegenden Räumen zusammen, von denen zumindest 14 Räume mit wertvollen herrlichen Mosaikböden ausgestattet waren. Besonders der wohl als Wohn- und Speisezimmer dienende Apsidiensaal zeichnete sich durch einen Bodenschmuck aus, der die Pracht dieser Villa heute noch erahnen lässt.
Die Badeanlagen, zwei größere Hauptthermen sowie die abseits gelegenen Gesindebäder sind weiterer Beleg für die exklusive Ausstattung dieser röm. Prachtvilla. Alle Bäder verfügten über Hypokaustenheizung, also über ein Bodenheizungsystem, deren Bodenplatten auf Ziegelpfeilern aufgebaut war.
Münzfunde weisen die Besiedlung aus der Zeit von Augustus ( 63 v. Chr. – 14 n.Chr.) bis ins 4. Jahrhundert nach.
Die Villa wurde vermutlich im 5. Jahrhundert durch Franken zerstört.
Umweit der Röm. Villa entdeckte man bei Grabungen einen Tempelbezirk. Die gefundenen Skulpturfragmente lassen auf eine antike Kultstätte schließen. Es konnten zwei Sakralbauten lokalisiert werden. Viele Indizien deuten darauf hin, dass eine Kultstätte dem Lenus Mars, einer regionalen Abwandlung des röm. Kriegsgottes, geweiht war. Andere Funde lassen darauf schließen, dass in dem Tempelbezirk die Diana, Göttin der Jagd, die Fruchtbarkeitsgöttin Juno sowie Minerva als Schutzgöttin Roms verehrt wurde.
Die Anlage vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in Baukunst und Leben der Römer.
Unsere Geschichte
Das Wappen
Unter rotem Schildhaupt mit drei silbernen Ringen von Silber über blau schräg links geteilt, oben ein Tatzenkreuz, unten eine wachsende goldene Säule mit Kapitell, so ist das Fließemer Wappen beschrieben.
Die drei silbernen Ringe deuten auf das Wappen des Hermann von Vlisheim, gen. Burnenschuyre, der fünf weiße Ringe in Rot verzeichnete. In verminderter Form ist es in das Schildhaupt übernommen.
Das Patronat der Fliessemer Pfarrkirche ist neben dem hl. Stephanus „Kreuzerhöhung“, was durch das rote Tatzenkreuz (Zeit der Kreuzzüge) symbolisiert ist.
Der Hinweis auf das römische Kulturerbe, der röm. Villa Otrang, findet sich in der Aufnahme einer Säule mit Kapitell in gold auf blauem Grund.
Ein Ort römischen Ursprungs
„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ – Lukas 1.2
Als Augustus (63 v. Chr . – 14n. Chr.) die aus der Weihnachtsgeschichte bekannte Volkszählung anordnete, waren bereits linksrheinisch die Römer angesiedelt. Von den Lagern der linken Rheinseite eroberten die römischen Legionen das Innere Germaniens.
Bereits im 1. Jahrhundert wurde die Römische Villa Otrang erbaut. Die im Jahre 1825 bei Ackerarbeiten gefundenen Mosaikböden zeugen von dieser Ansiedlung.
Vor der Eroberung dieser Siedlung durch die Römer dürfte hier jedoch eine gallisch, keltische Siedlung gewesen sein. Erhalten ist der altgallische Name „Oterancum“, der sich für die gefundene Tempelstätte erhalten hat. Zwei Tempel, die der Diana und der Minerva geweiht waren, wurden im Jahre 1911 gefunden und freigelegt. Die röm. Siedlung wurde im 5. Jahrhundert niedergebrannt, der Besitz von den Franken eingenommen, Gräber aus dem
6. u. 7. Jahrhundert wurden gefunden.
Politische Zugehörigkeiten
Die Siedlungsgeschichte reicht in die vorrömische Zeit zurück.
Zur Römerzeit gehörte unser Gebiet zur römischen Provinz „Geblich“, welche direkt dem Kaiser unterstand. Als Verwalter fingierte der Stadthalter, dem sowohl die Militär- als auch Zivilverwaltung, das Officium und das Gerichtswesen unterstand.
Bei den Völkerwanderungen des 4. Jahrhundert wurden die Römer auch bei uns vertrieben, die Franken haben Besitz vom Bitburger Land ergriffen. Es entstand der Bedgau. Diese Herrschaft dauerte bis zur Jahrtausendwende. Wir gerieten unter Luxemburgische Landeshohheit, neue Verwaltungsbezirke wurden gebildet; es folgte dann die östereichisch/luxemburgische Regierungszeit.
Vom 12. Jahrhundert an gehörte Fließem zur Propstei Bitburg in der Grafschaft Luxemburg. Das war auch der Fall, als Bitburg zur Herrschaft aufstieg.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts eroberten die franz. Truppen auch das Bitburger Land. Die Jahrhunderte alte Gesellschaftsordnung und die Verwaltungen wurden radikal geändert. Die Militärverwaltung verordnete eine dreistufige Behördenstruktur.
Eine aus dem September 1795 stammende Urkunde belegt die neu geschaffene, eigenständige Bürgermeisterei (Mairie) Fließem neben weiteren 18 eigenen Mairien im Bereich der heutigen Verbandsgemeinde Bitburger-Land.
Durch den Wiener Wiener Kongress 1814/1815 wurde die französische Zeit beendet, wir gehörten nun zur preußischen Rheinprovinz. Die zuvor geschaffenen Bürgermeistereien wurden zunächst beibehalten. 1848 endete die Zeit der eigenen Verwaltung. In Personalunion wurde Fließem ebenso wie die umliegenden Ortschaften von der Verwaltung Bitburg-Stadt geführt, von 1880 bis 1897 und während der Zeit des Dritten Reiches wurden die Verwaltungen Bitburg-Land und Bitburg-Stadt in Personalunion geführt.
Seit 1897 gehören wir zum damaligen Amt Bitburg-Land, seit der Verwaltungsreform im Jahre 1970 zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land, nach der Fusion 2014 mit der VG Kyllburg, Bitburger Land.
Flaisteshaimo marca – Wlesheim – Vlissheim – Flaistershaim – Fließem
Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahre 804. Im Prümer Güterverzeichnis ist ein Gut mit einer Klosterkirche erwähnt, welches im Besitz des Geschlechtes Hermann von Vlissheim war. Im Bereich der jetzigen Waldkapelle Wachenforth dürfte ein Landgut gestanden haben, welches zudem eine eigene Kirche hatte. Dieses Landgut wurde der Abtei der Benediktiner aus Prüm überschrieben und wurde auch von diesen über viele Jahrhunderte verwaltet. Eine besondere Bedeutung erlangte die Klosterkirche unter Friedrich von Schleiden (1397-1427), dem 39. Abt der Benediktiner-Abtei Prüm. Die Kirche wurde zu dieser Zeit mit wertvollen Reliquien versehen. Patronin der Kirche war die hl. Maria Magdalena. Bruderschaften zur Ehren der hl. Jungfrau Maria, des hl. Kreuzes, des hl. Anton und der hl. Maria Magdalena wurden bestimmt. Im Jahre 1464 wurde für die Klosterkirche ein hundertjähriger Ablass bestimmt, die Kapelle wurde nun über Jahrhunderte zu einem bedeutendem Wallfahrtsort. Für viele Pfarreien war es Pflicht, an bestimmten Tagen zum Wachenforther Heiligtum zu pilgern. Jene vom Rhein eingedrungen Franken, unter denen die römische Herrschaft zusammenbrach, waren Bauern und Viehzüchter. Das heutige Fließem dürfte ihre Gründung sein, als sie den ehemals römischen Besitz übernommen hatten.
Pfarrkirche zu Fliessem
Wann unsere heutige Pfarrkirche genau erbaut wurde, und somit die Pfarrei Fliessem entstanden ist, kann nicht eindeutig festgelegt werden. Wir finden erste Erwähnungen von der Pfarrkirche zu „Fleiszem“ im 1330 aufgestelltem Registrum Archidac. Hier wird Fliessem unter den 40 Pfarreien des Landkapites Kyllburg-Bitburg aufgeführt. Eine weitere Bestätigung finden wir in einem Visitationsprotokoll des Jahres 1570. Es wird jeweils eine selbstständige Pfarrei im Orte Fliessem genannt, die in der Zeit der heiligen Kreuzzüge gegründet wurde und unter dem Zeichen des Kreuzes steht. Unsere Pfarrkirche dürfte daher im Ursprung aus dem 11. Jahrhundert stammen. Schon früh wird von einer wertvollen Kreuzreliquie gesprochen. Das diese unter Kaiserin Helena nach Fliessem kam, ist nicht belegt.
1792 wurden diese Pfarreien, darunter auch Fliessem unter französischer Herrschaft dem Bistum Metz angegliedert.
Unter der Regentschaft von Napoleon erfolgte dann eine Umgestaltung, wir wurden der Kantonalpfarrei (Hauptpfarrei) Bitburg St. Peter unterstellt.
1815 wurde das Bitburger Land preußisch und wieder von der Diözese Metz ausgegliedert. Seit dieser Zeit gehören die Pfarreien des Bitburger Landes wieder zum Bistum Trier.
Im Organisationsstatut des Bischofs vom 19.10.1927 wurde Fliessem wieder eigenständige Pfarrei, zunächst gehörten wir zum Dekanat Kyllburg, ab 1924 unter Bischof Franz Rudolf Bornewasser wieder zum Dekanat Bitburg, was bis heute so geblieben ist.
Ortsgemeinde Fließem
Anja Esch · Ortsbürgermeisterin
Hohlenweg 3 · 54636 Fließem
Telefon: 0 65 69 – 12 31
E-Mail: a.esch@fliessem.de












